Tuedelkram

Über den Sinn und Unsinn des Lebens

Warum man im Sommer nicht rodelt

Gepostet am 12.01.2010 um 13:44 Uhr | 5 Kommentare Geschrieben von reizzentrum |

In der Hamburger Morgenpost dürfen sich heute mal die Radfahrer so richtig über die mangelhaft von Schnee und Eis befreiten Radwege beschweren:

„Das Nicht-Räumen ist ein großes Versäumnis“, sagt Torsten Prinzlin von der Radfahrer-Interessenvertretung ADFC. „Besonders ärgerlich ist, dass auf vielen Radwegen eine Benutzungspflicht besteht – und sie dennoch nicht geräumt sind.“ Auch Karen Fage (37) aus Winterhude ist entsetzt: „Für ungeübte Fahrer ist es brandgefährlich. Ich bin heute viele Kilometer gefahren, und nur einige hundert Meter in Höhe der Alsterperle waren geräumt.“

Mal ehrlich: Muss man jedem Vollhonk ein Podium bieten? Wer bei Wetter, welches ein Bundesland links für Katastrophenalarm und eines rechts für Schulausfall ganzer Landkreise sorgt, darauf besteht geföhnte Fahrradwege zu haben, der hat doch nun wirklich nicht alle Latten am Zaun.

Liebe Radfahrer: Es gibt Wetter welches zum fahrradfahren denkbar ungeeignet ist. Wenn ihr JETZT (nicht wenn ihr diesen Artikel erst im August lest!) in Hamburg aus dem Fenster schaut, dann wisst ihr welches Wetter ich meine. Vor allem der Satz „Für ungeübte Fahrer ist es brandgefährlich“ lässt mich nur den Kopf schütteln. Und ihre Mama hat Schuld, wenn die 37jährige Karen kalte Finger hat, denn Mama hat ihr keine Handschuhe mitgegeben!

Da ich aber an die Evolutionstheorie glaube, möchte ich euch Radfahrern zurufen: Selektiert aktiv! Macht mit und helft die Deppen auzurotten!

pixelstats trackingpixel

Kommentare

5 Kommentare zu “Warum man im Sommer nicht rodelt”

  1. juliaL49
    Geschrieben am 12.01.2010 @ 16:04

    Die Karen hat sich da etwas unglücklich ausgedrückt, aber wenn Radwege nicht geräumt sind bzw. sogar vom weggeschaufelten Schnee der Fahrbahn zugeschüttet, dann kommt mir die Galle hoch. Wenn man kein Auto hat und auf das Rad angewiesen ist (zu Fuß zu weit, keine öffentlichen Verkehrsmittel), hat man keine andere Wahl. Auf der Straße kann man auch nicht fahren, da die Autofahrer sehr ungehalten werden und einen umkarren.
    Ich habe mich die letzten Tage über die chronisch ungeräumten Radwege gequält und wenn Zeit und Personal da ist, die Straßen minütlich zu räumen und die Parks freizuschaufeln, dann auch für die Radwege!

    AntwortenAntworten

  2. reizzentrum
    Geschrieben am 12.01.2010 @ 18:12

    @juliaL49:

    Naja, hier in Hamburg werden die Strassen eher nicht minütlich geräumt. Die Strasse in der ich wohne hat dieses Jahr noch kein Räumfahrzeug gesehen.

    Ausserdem bezog ich mich auf einen Artikel welcher „Hamburger Verhältnisse“ beschreibt und in Hamburg gibt es – so denke ich – eine ausreichende Versorgung was öffentlichen Nahverkehr angeht.

    AntwortenAntworten
  3. Marcus Berger
    Geschrieben am 12.01.2010 @ 21:47

    Ich hatte 1978/79 auch solche Probleme. Naja neben den Pickeln im Gesicht…
    Mehr sage ich dazu jetzt nicht, sonst kommen die Pickel wieder 🙂
    Traurig Hamburger Morgenpost und ADFC…
    Wer in Hamburg nen Straßendienst sieht, meldet sich bei mir. Moin.

    AntwortenAntworten

  4. Chris
    Geschrieben am 12.01.2010 @ 23:13

    Ich habe mich heute morgen auch mit dem Rad durch das bisschen Schnee gekämpft, was man hier so als Winter bezeichnet – ja, war rutschig, aber deswegen nen Aufstand machen? Fahr ich halt a) langsam und b) trotzdem auf dem Radweg. Muss ja vielleicht nicht unbedingt das Rennrad mit den Slicks sein (gibt’s für Fahrräder eigentlich Winterreifenpflicht?).

    AntwortenAntworten

  5. reizzentrum
    Geschrieben am 14.01.2010 @ 07:33

    @Chris: ^

    Hmm, vielleicht Stützräder anstelle von Winterreifen. Sieht zwar albern aus, aber scheint mir bei Schnee- und Eisglätte eine adäquate Lösung zu sein..

    AntwortenAntworten

Sag deine Meinung dazu





Kommentarlinks könnten nofollow frei sein.