Tuedelkram

Über den Sinn und Unsinn des Lebens

Mein Wunsch der Woche (3)

Gepostet am 08.03.2009 um 18:08 Uhr | 2 Kommentare Geschrieben von Atomality |

Als ich ein Kind war, gab es in dem Ort, in dem ich aufwuchs, keinen einzigen Supermarkt. Lebensmittel kauften wir im Tante-Emma-Laden (den man eher als Onkel-Otto-Laden bezeichnen hätte müssen und dessen Besitzer auf den bezeichnenden Namen Herr Siebenhandel hörte).

Irgendwann kam dann der erste Einkaufstempel und es folgten weitere. Schließlich eröffnete der erste Discounter. Fortan schob man Einkaufswagen durch die Gänge und bei der Kassiererin stand zusätzlich ein leerer. Dieser diente dem Zweck, die bereits in die Kasse eingetippten Waren dort abzulegen. Als Kunde konnte man dann den neubefüllten und bezahlten Einkaufswagen aus dem Laden schieben. Ein gut funktionierendes und stressfreies System.

Heute ärgere ich mich immer wieder darüber, daß ich erst sämtliche Waren auf das dämliche Förderband packen muss (und wenn man Pech hat, gilt das auch für schwere Getränkesixpacks), nur um sie dann wieder in den Wagen zurückzuhieven. Und das möglichst schnell, der nächste Kunde wartet ja schon. Und die Einkaufwagen sind oft so tief, daß man gar nicht alles erreichen kann und ich frage mich, wie das kleinere oder ältere Menschen als ich bewerkstelligen. Die Kassengänge sind so eng, da kann man nicht mal von der Seite an den Einkaufswagen ran. Bei einem Discounter sehe ich das alles noch ein, dafür bezahlt man weniger für die Waren. Aber bei Apothekensupermärkten wie REWE oder Edeka finde ich das unverschämt.

Und dann die Plastiktüten! Früher gab es die umsonst und sie waren so stabil, daß sie im Falle eines (damals drohenden) Atomkrieges gleich als Schutzkleidung hätten dienen können. Heute packst du eine Packung Milch rein und schon ratscht die Tüte auf.

Wie entspannend ist es da, in Frankreich einkaufen zu gehen. Mal abgesehen von dem durchweg freundlichen Personal (zumindest im Wohnort meiner Mutter), wird einem die Ware auch gleich in die Tüte gepackt. Ich wünschte, das würde sich auch in Deutschland durchsetzen.

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Kommentare

2 Kommentare zu “Mein Wunsch der Woche (3)”

  1. juliaL49
    Geschrieben am 08.03.2009 @ 20:12

    Alles hat seine Vor- und Nachteile. Ich kenne die kostenfreien Tüten und den Einpackservice aus Großbritannien.
    Nachteil 1: Abermilliarden Plastiktüten wohin das Auge blickt
    Nachteil 2: die packen immer nur eine Milchtüte pro Einkaufstüte und dann schleppst du 27 Tüten im Bus und nicht alles ökonomisch und clever in einen Rucksack
    Fazit: ich pack mir meinen mitgebrachten Rucksack lieber selber

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  2. Claudia
    Geschrieben am 20.03.2009 @ 17:30

    Also den Einpackservice finde ich ebenfalls so bescheuert wie nichts anderes.
    Wozu Tüten, wenn man auf dem Parkplatz das Auto stehen hat? (Geht bei uns nicht anders, Busse fahren da nur alle Schaltjahre mal)
    UNd dann muss man beim Ausräumes des Wagen schon aufpassen, dass die Eier und der Salat am Ende auf dem band liegen, damit sie nicht unten in der Tüte landen, was natürlich unmöglich ist, weil beide ja schon vorher im Wagen ganz oben liegen, also zuerst rausgeräumt werden.
    Dann doch lieber alles selber machen. Ich hab auch kein Problem damit den betrieb aufzuhalten. Wenn es länger dauert, dann muss der Supermarkt eben dafür sorgen, dass mehr Kassen aufmachen.

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