Tuedelkram

Über den Sinn und Unsinn des Lebens

Der Lehrermangel und die Industrie

Gepostet am 23.02.2009 um 12:48 Uhr | 2 Kommentare Geschrieben von reizzentrum |

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man ja lachen: Durch jahrelange Abholzen der Bildungsetats wurden der Lehrerberuf immer unattraktiver, so dass nun die Not gross ist. So gross, dass es Stimmen gibt, die forden, dass die Industrie Fachkräfte in die Schulen abstellen soll.

HALLO? Das Bildungssystem wird von unseren Steuern bezahlt und nun soll es von der Privatwirtschaft gesponsort werden… Abergleite ab, ich bin ja hier nicht im Reizzentrum…

Ich habe es – während meiner Ausbildung zum Fachkaufmann – genossen, von „Leuten vom Fach“ unterrichtet zu werden. Eine rein akademische Ausbildung wäre dort nicht so rund gewesen, denn es würden die Bezüge und Erfahrungen aus dem wirklichen Leben gefehlt haben.

Was aber rein beruflich ausgebildete Menschen in den Schulen zu suchen haben, entzieht sich sich ganz meinem Verständnis. In allgemein bildende Schulen gehören Pädagogen. Menschen, die den Heranwachsenden und Schutzbefohlenen(!) nicht nur Fachliches vermitteln können, sondern die auch in der Lage sind, den Mehrwert „Schulische Gemeinschaft“ zu vermitteln. Ich möchte keineswegs die Eltern aus der Erziehungspflicht nehmen. Nichts liegt mir ferner. Aber: Man unterrichtet eine Schulklasse nicht mal so eben nebenbei. Ein grosser Anteil der Lehrerfähigkeit von GUTEN Lehrern liegt in den Bereichen Soziologie und Gruppentherapie. Woher nehmen Fachleute aus der Industrie diese Parts?

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Kommentare

2 Kommentare zu “Der Lehrermangel und die Industrie”

  1. Hansi Werner
    Geschrieben am 26.02.2009 @ 13:08

    Der Lehrermangel?

    wiewiele arbeitslos gemeldete LEHRER in AfA-ARGE inlander und Ausländer gibt es ???

    Sind die alle 1 Euro Jobber ???

    AntwortenAntworten

  2. Elektromotoren
    Geschrieben am 01.06.2010 @ 13:04

    Ich kann mir das schon vorstellen. Allein in meinem Bekanntenkreis gibt es so viele junge Lehrer(innen) die aber alle sofort einen Job haben. Somit schent aktuell wirklich ein kleines Loch zu sein, dass aber in ein paar Jahren wieder geschlossen sein wird.

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