Tuedelkram

Über den Sinn und Unsinn des Lebens

Ge-Twitter-wolken

Gepostet am 02.02.2009 um 09:59 Uhr | Kein Kommentar Geschrieben von Atomality |

Twitter ist die sinnloseste aller Web2.0-Errungenschaften. Mit diesem Dienst lassen sich Nichtigkeiten in 140 Zeichen rund um den Globus schicken. Microblogging nennt sich das euphemistisch und ist dabei nichts anderes als ein kostenloser SMS-Dienst mit zahllosen Empfängern.

Twitter ist ein Phänomen. Rasend schnell fand es viele Anhänger und als es Mitte letzten Jahres hipp wurde und in den Medien auftauchte, interessierten sich plötzlich auch Politiker dafür. Ausgerechnet. Welcher Politiker kann in 140 Zeichen ein Statement abgeben?

Twitter wurde zur Kunstform erhoben. Knackige, witzige und wenige intelligente Tweets wurden Publikum bei einer Lesung vorgetragen. Selbstverständlich konnte man das ganze live im Netz verfolgen und parallel dazu twittern. Mittlerweile sind Twitterlesungen keine Seltenheit mehr.

Twitter fand Einzug in die Blogs. Dank eines WordPress-Plugins kommt man  in den Genuß, gesammelte Tagestweets automatisch in Form eines Blogeintrags lesen zu können. Das sieht in der Regel so aus:

Tweets vom 01.01.2009:

  • Komme gerade vom Einkaufen zurück.
  • @bliblablub: Genau!
  • Gääääähn!!! #müde
  • Jetzt ein Happy Hippo.
  • @trullila: Nä, würd ich nicht machen.
  • Die dt Telekom hat doch ein Rad ab… #nerv
  • Ich hasse Holsten.
  • Müüüüüdeeeee!!!
  • Pizzzzzaaa!!!
  • Ich bin vollgefressen. Fernsehen?

Twitter ersetzt dadurch tatsächlich „echte“ Blogbeiträge. Aber wer will die 140 Zeichen-Sätze, wahllos aneinandergereiht, total überholt und aus dem Zusammenhang gerissen, eigentlich lesen?

Twitter ist lustvolle Sprachlosigkeit, Langeweile, Zeitverschwendung und Banalität. Wahrscheinlich kommt es deshalb so gut an.

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