Tuedelkram

Über den Sinn und Unsinn des Lebens

Ärger mit Elster

Gepostet am 25.05.2010 um 11:41 Uhr | 3 Kommentare | Geschrieben von Atomality |

Ich bin nicht die schnellste, wenn es darum geht, meine Steuererklärung abzugeben. Ich erinnere mich an vergangene Aktionen (um Mitternacht vor dem Stichtag Erklärungen in den Briefkasten des Finanzamts geworfen) und auch an Versäumnisgebühren. Nun, das war natürlich wesentlich dramatischer als ich  noch einen Gewerbeschein hatte. Ein Lerneffekt hat sich allerdings nicht daraus ergeben.

Jetzt ist eigentlich alles wesentlich einfacher geworden. Ich bin ledig ohne Kinder und Vermögen und nichts weiter als eine Angestellte, die im gesamten letzten Jahr halbtags gearbeitet hat. D.h. ich habe einen super simplen Lohnsteuerausdruck, der ohnehin schon ohne mein Zutun an das Finanzamt übermittelt wurde.

Trotzdem muss ich natürlich auch selbst tätig werden.

Früher bekam man dafür immer ein hübsches Paket vom Finanzamt mit diversen Vordrucken. Das gibt es jetzt nun nicht mehr. Dafür aber die Möglichkeit, die Steuererklärung komplett elektronisch zu übertragen. So dachte ich jedenfalls.

Selbstironisch nennt das Finanzamt das Verfahren ELSTER. Elster ist aber nicht allein das, was man braucht. Zusätzlich benötigt man ElsterFormular und ElsterOnline. Ersteres ist ein Programm, das man sich herunterladen muss, letzteres ist die Registrierungsstelle, um ein komplett papierloses Verfahren einleiten zu können.

Bis ich das alles herausgefunden habe, ist schon ein wenig Zeit ins Land gegangen, denn die Elster-Website glänzt nicht gerade durch Übersichtlichkeit.

Als erstes habe ich mir also das Programm heruntergeladen. Auf mein Laptop, denn ElsterFormular kann nur Microsoft. Eine Linuxversion gibt es nicht.

Währenddessen gucke ich mir ElsterOnline an. Das Registrierungsverfahren scheint komplex zu sein. Drei Varianten bietet mir ElsterOnline an, zwei davon kostenpflichtig. Mit einem Stick, der aber auch noch zusätzlich Gebühren kostet… Hä? Ich verstehe nichts und klicke auf die kostenlose Version, die Elster selbst als weniger sicher einschätzt als die Bezahlvarianten.

Im nächsten Schritt wird mein Rechner überprüft. Alsdann soll ich diverse Daten eingeben.

Das ElsterOnline-Portal erzeugt ein elektronisches Zertifikat, das in Zukunft für alle ELSTER-Anwendungen genutzt werden kann. Die Finanzverwaltung kann damit feststellen, von wem eingehende Steuererklärungen stammen. Mit der neuen Technik bietet Ihnen ElsterOnline ein Maximum an Datensicherheit. Das Verfahren ist natürlich freiwillig.

Ich glaube zu verstehen, dass irgendetwas auf meinen Rechner installiert werden soll, das zukünftig für die Autentifizierung verwendet werden kann. Das ist nicht gut. Schließlich nutze ich dieses Laptop hauptsächlich in der Arbeit und genau dort wurde mir das vorhergehende geklaut. Ich stufe das Verfahren als absolut nicht sicher ein (schließe aber auch nicht aus, dass ich es nicht wirlich verstanden habe…).

Außerdem, so erfahre ich, benötige ich die E-Mail-Daten und Daten, die mir per Brief in den nächsten Tagen zugestellt werden sollen. Eine sofortige papierlose Steuererklärung gibt es also nicht.

Damit hat sich das Verfahren erledigt. Ich breche die Registrierung ab.

Aber, es bleibt ja noch ElsterFormular. Mittlerweile downgeloadet, liegt eine exe-Datei nun auf meiner Festplatte. Nur, sie lässt sich einfach nicht installieren. Sie macht schlicht gar nichts. Vermutlich ist die Datei beschädigt, aber auf einen nochmaligen Download habe ich wirklich keine Lust.

Händisch hätte ich die Formulare vermutlich in fünf Minuten ausgefüllt gehabt. Statt dessen habe ich wertvolle Urlaubszeit verplempert, um herauszufinden, dass der angeblich unkomplizierte und einfache Weg beschissen aufwändig, unübersichtlich, unausgereift und z.T. recht undurchschaubar ist. Mal sehen, ob sich das bis zum nächste Jahr gebessert hat.

Bis dahin setze ich auf Papierkram.

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Pius-Bruderschaft will katholische Kirche auflösen

Gepostet am 21.05.2010 um 22:14 Uhr | Kein Kommentar | Geschrieben von reizzentrum |

Piusbrüder wollen Schwulen den Priesterberuf verbieten

überschreibt der Spiegel einen Artikel und nach den Meldungen der letzten Monate wird es dann ja so langsam echt dünn mit der Personaldecke innerhalb der katholischen Kirche.

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Hilfe für den Ex-Bundeskanzler Kohl

Gepostet am 11.05.2010 um 10:04 Uhr | 1 Kommentar | Geschrieben von reizzentrum |

Seit vielen Jahren ist unser Ex-Bundeskanzler bemakelt: Er kann sich nicht erinnern ob und wer die Parteispenden entgegennahm und von wem sie kamen.  Aber nun, quasi als nachträgliches Geburtstagsgeschenk, kann sich der “Kanzler der Einheit”, der “Saumagen der Republik”, von allen Verdächtigungen rein waschen:

Mit Hilfe von Hirnscans können Wissenschaftler Menschen ins Gedächtnis schauen. (Quelle)

Ist das nicht wunderbar?

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Wer unter der Zeitumstellung besonders leidet

Gepostet am 27.03.2010 um 09:28 Uhr | Kein Kommentar | Geschrieben von reizzentrum |

ICH


Und alle anderen Menschen, deren innere Uhr sie eher zu Nachteulen, denn Frühaufstehern macht.

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Viel Klunker in kleiner Zeit

Gepostet am 25.03.2010 um 07:28 Uhr | Kein Kommentar | Geschrieben von reizzentrum |

Manchmal kommen ja Mails rein, die sind zu köstlich:

Unser Projektleiter sind beim ermitteln landesweit Berufsgenossen,
diese so gut wie acht Uhr pro Woche keine Arbeit besitzen
mit Interesse fuer unserer Firma einzu steigen
Um weitere Infos zu bekommen, koennen Sie sich gerne bei uns unter xxx@xxx.xxx

Das KONNTE ich euch nicht vorenthalten: “acht Uhr pro Woche keine Arbeit besitzen” – Na das ist doch echt übel….

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Fördert Google Latitude die eheliche Treue?

Gepostet am 22.03.2010 um 19:43 Uhr | 6 Kommentare | Geschrieben von reizzentrum |

Mittels Google Latitude kann man (muss man aber nicht) den Aufenthaltsort von Mobiltelefonen – und damit typischerweise auch den der Besitzer oder Besitzerin.. – feststellen.

Gerade wer mit einer eifersüchtigen Frau oder Mann “gesegnet” ist (ich bin da nicht gesegnet ..) kennt das Problem: “Wo warst Du so lange”, “Wo hast Du dich rumgetrieben”, “Erzähle mir bloss nichts…”. Dank Google Latitude (oder andere Dienste zur Ortsbestimmung) kann man es dem Partner ermöglichen immer den Standort zu ermitteln.

Aber stimmt das überhaupt? Was passiert, wenn ich mein Handy morgens Zuhause liegen lasse – oder Abends in der Firma liegen lasse? Ein gewiefter Schelm könnte nun sein Mobiltelefon bewusst in der Firma liegen lassen um ein auswärtiges tête-à-tête zu realisieren. Die eifersüchtige Partnerin schaut auf dem Lokalisierungsdienst und ist beruhigt, denn der Holde sitzt ja im Büro (zumindest liegt dort sein Signal gebendes Mobiltelefon).

So einfach könnte man sichere Rendezvous umsetzen, aber was passiert wenn die Frau/der Mann auf dem Handy anruft? Dann wäre der der Seitensprung ausgeflogen. WENN man nicht ein Zweithandy hätte, auf welches man schnell die Rufumleitung setzt. Dabei bloß nicht vergessen auch das Festnetztelefon am Arbeitsplatz mittels Rufumleitung auf das Zweithandy zu legen.

So ihr lieben Ehebrecher und Ehebrecherinnen, bis hierhin half ich euch – nun kommt der Teil für die unsicheren Partner und Partnerinnen: Solltet ihr den Verdacht haben, dass euer Partner ein emotionales Zweitbusiness bestreibt, ruft ihn NIEMALS – wenn es bei ihm/ihr mal wieder länger dauert –  nach Dienstschluss auf den bekannten Nummern an. Ruft den Apparat seines Kollegen an, ruft in der Zentrale an und lasst euch verbinden.

Hört auf einen alternden Hacker: Vertraut NIEMALS der Technik.

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Woran Du merkst, dass Du aus Hartz-IV raus bist

Gepostet am 17.03.2010 um 07:32 Uhr | Kein Kommentar | Geschrieben von reizzentrum |

Wie der Eine oder die Andere weiss, habe ich eine ausgeprägte Hartz-IV Zeit hinter mir. Tja, nicht schön aber sehr-sehr lehrreich.

Während der Hartz-IV Zeit lernt man den Gürtel enger zu schnallen – ein spätmittelalterliches Korsett ist ein Scheissdreck. Kaum ein Monat verging ohne das irgendjemand ankam und mir schrieb “Sehr geehrter Herr Reizentrum, bitte überweisen Sie laut beigefügter Aufstellung. Terminüberschreitung blablabla”. Sowas passiert nicht, weil man generell schlampig agiert, sondern weil Nahrung wichtiger ist als Versicherungen mit langen Kündigungsfristen etc.

WENN dann die Hartz-IV Zeit vorbei isz, dann laufen auch die Ratenzahlungen für diverses so langsam aus. Und wisst ihr wie man diese ehemaligen Gläubiger so RICHTIG verarschen kann? Einfach eine Rate mehr überweisen oder mit der letzten Rate ein paar Cent zuviel auf deren Konto schubsen.

Ein UNGLAUBLICH erhebendes Gefühl, sich dieses erlauben zu können.

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Ergo direkt (ins Grab?)

Gepostet am 10.03.2010 um 12:00 Uhr | Kein Kommentar | Geschrieben von reizzentrum |

Hach ist das schön, dank der Ergo Direkt Versicherung bekommt auch Tüdelkram wieder frischen Inhalt.

Eben flattert mir eine Werbeprospekt der ErgoDirekt auf den Tisch, aus dem ich gern einmal zitieren möchte:

Immer öfter ist es in der Presse zu lesen: Die Zahl der Sozial-Bestattungen steigt seit Jahren! Vielen Angehörigen fehlt einfach das Geld, eine würdige Bestattung zu bezahlen.

Hach, wem da nicht die Tränen kommen. Aber mal ehrlich: Mir ist doch wohl egal, was mit meinem Kadaver passiert, wenn ich nicht mehr unter euch bin. Von mir aus verbrennt mich und nutzt meine Asche im Winter um Gehwege zu streuen.

Versicherungen verdienen vor allem mit geschürter Angst ihr Geld. Das die Terror-Angst Experten der deutschen Regierung von den grossen Versicherern ausgebildet wurde halte ich allerdings für ein Gerücht.

Schön ist auch der Rückumschlag den die ErgoDirekt gleich beilegt: EILIGE UNTERLAGEN – bitte sofort bearbeiten. Wer weiss, vielleicht geht es uns ja schon sehr dreckig und wir pfeifen aus dem letzten Loch. Dann will man doch die Versicherung abgeschlossen haben.

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Noch so’n Spruch: Kieferbruch

Gepostet am 14.02.2010 um 18:45 Uhr | 8 Kommentare | Geschrieben von reizzentrum |

Heute Morgen hatten meine Prinzessin und ich das Gesprächsthema: “Sprüche von früher”. Also Reime und Sprüche, die uns in der Zeit unserer Jugend(bei Atomality quasi gestern) oder gar Schulzeit begegneten. Dumme Sprüche eben, die uns auf dem Schulhof, Kindergarten oder anderswo  eine mehr oder weniger kurze Zeit begleiteten. Gern will ich euch ein paar Beispiele geben:

  • Gott sprach es werde Licht, doch er fand den Schalter nicht
  • Fang mich doch Du Eierloch (DEN brachten meine Kinder aus dem Kindergarten mit)
  • Eine kleine Mickymaus zog sich mal die Hose aus – zog sich wieder an und Du bist dran

Welche Sprüche “von früher” – oder auch von heute – fallen euch noch ein? Ich möchte euch bitten euch mal so richtig “Web 2.0″ig zu verhalten und die Sprüche und Reime die euch einfallen hier in den Kommentaren zu hinterlassen. Mal sehen, ob wir eine Tüdelkram-Sammlung auf die Beine gestellt bekommen – oder ob das eine dumme Schnapsidee ist an euren Mitmachwillen zu glauben :)

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Spass mit dem ÖPNV – oder: Sterbt woanders!

Gepostet am 03.02.2010 um 14:11 Uhr | 15 Kommentare | Geschrieben von reizzentrum |

Gestern sagte mir ein Kollege “Hast ja selbst schuld, wenn Du dich von dem ÖPNV abhängig machst”. Irgendwo hat er ja schon ein bisschen recht. Mittlerweile vergeht fast kein Tag an dem nicht irgendein Vollhonk mittels Selbstmord oder rumstreunern auf den Gleisen dafür zuständig ist, dass der Bahnverkehr komplett für eine Zeit x “wegen eines Polizeieinsatzes” zum Erliegen kommt.

Ich hab ja nichts dagegen, dass ihr dem suizidalen Gedenken erliegt – macht ruhig. ABER:

Belastet nicht Andere mit EUREN Problemen ihr Affen!

So langsam geht es mir nämlich echt auf den Keks, wenn – nicht nur ich sondern Tausende darunter leiden, dass – jeden zweiten Tag die S-Bahn für eine halbe Stunde nicht fährt und man sich an irgendeinem Bahnhof den Arsch abfriert. Da bekomme ich nämlich massiv unpazifistische Gedanken.

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